Geschichte

Nachdem es Anfang der 1990er Jahre für Kinder und Jugendliche aus Preußisch Oldendorf nicht mehr möglich war, Unterricht an einer der umliegenden Musikschulen zu erhalten, entwickelte Ellen Rachut die Idee, einen musikalischen Förderkreis ins Leben zu rufen. Ein Plädoyer für Musikschulen in der „Neuen Musikzeitung“ hatte sie damals in ihrer Ansicht bestärkt, dass ein Angebot zur Musikerziehung vor Ort ist sehr wichtig ist, und so beschloss sie, die Initiative zu ergreifen und etwas zu bewegen. Als Lehrerin an der Realschule Preußisch Oldendorf hatte sie die Möglichkeit, interessierte Eltern zu erreichen, darüber hinaus verteilte sie die Einladung zu einer Musikinitiative in Kindergärten, Schulen und Geschäften.

Nach einem ersten Treffen mit 13 interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Frühsommer 1993 und weiterer monatelanger Vorarbeit fand am 29. April 1994 schließlich die Gründungsversammlung im “Haus des Gastes” in Holzhausen statt. 32 Teilnehmer trugen sich an diesem Abend in die Mitgliederliste ein  – der Grundstein für die “Jugendmusikschule Preußisch Oldendorf e.V.” war damit gelegt.

Der neu gewählte Vorstand setzte sich aus folgenden Personen zusammen:
1. Vorsitzender: Heinrich Titkemeyer
2. Vorsitzende: Martina Meier
Geschäftsführer: Hans Eickemeyer
Schatzmeisterin: Annelotte Vortmeyer
Instrumental- und Notenwartin: Johanna Hespe (ab 01.09.1995 auch Schulleiterin)
Beisitzerinnen: Ellen Rachut und Elke Stegh.

In der Satzung des Förderkreises heißt es:
 Der Verein widmet sich der Pflege musikalischen Kulturgutes und der musikalischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, er verfolgt damit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke i. S. der Abgabenordnung. Seine Arbeit dient vornehmlich der musikalischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere der musikalischen Früherziehung und Grundausbildung und fördert damit ihre musikalische Begabung.”

In den kommenden Monaten gab es bereits 90 Anmeldungen für die neu gegründete Musikschule, so dass am  01. September 1994 der Unterricht in den verschiedenen Preußisch Oldendorfer Schulen beginnen konnte. Anfänglich unterrichteten sechs Lehrkräfte (Johanna Hespe, Larissa Wiebe, Matthias Westerkamp, Tjark Udo Karrasch, Klaus Schönhof und Martin Stindt) die Fächer musikalische Früherziehung bzw. Grundausbildung, Gitarre, Flöte, Saxofon, Keyboard, Klavier und Schlagzeug.

Das erste öffentliche Konzert mit zahlreichen Schülerinnen und Schülern sowie allen Lehrkräften fand am 26. März 1995 statt, unzählige weitere sollten in Zukunft noch folgen.

Aus diesen ersten Anfängen entwickelte sich im Laufe der Zeit eine musikalische Bildungseinrichtung, die seit nunmehr 25 Jahren aus dem kulturellen Leben der Stadt Preußisch Oldendorf nicht mehr wegzudenken ist.

Ca. 4345 Schülerinnen und Schüler wurden in dieser Zeit von durchschnittlich acht Lehrkräften unterrichtet, darüber hinaus gab es zahlreiche öffentliche Auftritte, Teilnahme an Wettbewerben und die Mitwirkung an Veranstaltungen in der Stadt Preußisch Oldendorf und Umgebung.

Nachdem Heinrich Titkemeyer im Jahr 1998 als 1. Vorsitzender aus dem Vorstand ausgeschieden war, übernahm Hartmut Jacob dieses Amt. Seit 2012 ist Bernd Rust 1. Vorsitzender des Förderkreises, sein Stellvertreter ist Erik Pollert.

Johanna Hespe übergab die Leitung der Musikschule nach fast 25 Jahren auf eigenen Wunsch am 01. April 2019 an ihre Nachfolgerin Anja Vehling.